"Praktisches von A-Z"
 
Dennis Jaeger, JS 12, Gymnasium Adolfinum, Griechisch Heße

HELLAS-Studienfahrt vom 30.09.- 10.10.2007

Referat, Thema:

Griechenland – Praktisches von A bis Z (vorläufige Ergebnisse)

A – Apotheken (griech. Farmakío) erkennt man an dem grünen Malteser-Kreuz auf weißem Grund. Medikamente sind in Griechenland und Zypern meist billiger als in Deutschland. Der Apotheken-Nachtruf auf Zypern hat die Nummer 192, in Griechenland ist es die Nummer 1434.
B – Briefmarken erhält man bei der Post (tachidromío). Die Beförderungsdauer nach Deutschland beträgt ca. 1 Woche. Kioske und Hotelrezeptionen verkaufen ebenfalls Briefmarken, nehmen für diesen Service aber teilweise einen kleinen Aufschlag.
Öffnungszeiten der Postämter in Griechenland: Montag – Freitag 07:30-14:00 Uhr.
B – Busse: Es besteht ein relativ gut ausgebautes Busnetz. Haltestellen und Abfahrzeiten erfragt man am besten an der Rezeption des jeweiligen Hotels. In den Bergregionen verkehren keine Busse.
D – Deutsche Botschaft: Odos Karoi ke Dimitriou 3, 10675 Athen, Tel.: 2107285111
D – Diskotheken: Sie öffnen meist erst gegen 22 Uhr. Eintritt wird nur sehr selten verlangt, jedoch holt man das Geld mit überteuerten Getränken wieder rein. So kostet ein kleines Bier schon 5 Euro, Longdrinks liegen im Bereich von 8-10€.
E – Einheiten: Griechenland benutzt wie Deutschland das metrische System. Wein und andere Getränke werden häufig auf der Getränkekarte in Kilo angegeben. Ein halbes Kilo Wein entspricht somit einem halben Liter.
E – Einwohner: 10,6 Mio.
F – Feiertage:
01. Januar 07 Neujahrstag
06. Januar 07 Ephiphanias (Hl. 3 Könige)
19. Februar 07 Katharie Devtera (Rosenmontag)
25. März 07 Griechischer Unabhängigkeitstag von der Türkei
01. April 07 Zypriotischer Nationalfeiertag (EOKA)
06. - 09. April 07 Ostern, das höchste Fest der griechisch-orthodoxen Kirche (Karfreitag-Ostermontag)
01. Mai 07 Tag der Arbeit
28. Mai 07 Pfingstmontag
15. August 07 Mariä Himmelfahrt
01. Oktober 07 Zypriotischer Unabhängigkeitstag
28. Oktober 07 Nationalfeiertag (Ochi-Tag), der Tag im 2.Weltkrieg an dem die Griechen "Ochi"=Nein zur italienischen Invasion sagten
24./25./26. Dezember 07 Weihnachten
F - Filmen und Photographieren:
Filmmaterial ist in Griechenland und Zypern teurer als in Deutschland. Die Entwicklung der Filme ist in Griechenland teilweise wesentlich günstiger als in Deutschland, auf Zypern muss man mit den gleichen Preisen rechnen wie in Deutschland. Das Fotografieren und Filmen militärischer Einrichtungen, Wachposten und der Demarkationslinie (Grenzlinie auf Zypern) ist streng verboten. In Museen und Kirchen sind Blitz und Stativ meistens streng verboten.
F – FKK ist offiziell nicht erlaubt, "Oben-ohne-Sonnen" wird fast überall toleriert. Es gibt einige wenige Strände, die von FKK-Anhängern genutzt werden können. An Stränden und vor allem Strandlokalen, an denen sich auch vermehrt Einheimische tummeln, sollte aber aus Höflichkeit darauf verzichtet werden.
I - Als Ikonen bezeichnet man in der orthodoxen Kirche Bilder (meist auf Holztafeln) mit Heiligen oder biblischen Ereignissen. Sie sind in Griechenland überall zu finden, natürlich in den Kirchen und Klöstern, aber auch in Schulen, Bussen, Autos, Wohnungen, Geschäften und Tavernen. Sie sind nicht mit den frommen Bildern in unseren Kirchen zu vergleichen, Ikonen sollen eher den Heiligen ins Haus bringen, damit er dort immer präsent ist. Sie werden verehrt, geküsst und geschmückt und so behandelt, als wenn es der oder die Heilige selbst wäre. Dabei gilt die Verehrung nicht dem Bild, sondern dem Heiligen, der dargestellt wird. In Griechenland gibt es viele Ikonen-Maler, die sich bei der Fertigung an gewisse Malvorschriften zu halten haben, was dazu führt, dass viele Ikonen fast gleich Aussehen – egal, ob schon einige hundert Jahre alt oder erst vor einigen Jahren angefertigt. Künstlerische Kreativität ist im Bereich der Ikonen-Malerei nur in einem sehr beschränkten Umfang umsetzbar.
K – Kioske: Diese sog. „peripteroi“ stehen auf fast jedem Platz und in Städten an fast jeder Straßenecke, sind also noch häufiger als bei uns vertreten, und bedeuten dem Griechen sehr viel. Dort bekommt man alles, was das Herz begehrt: Zeitungen und Magazine, Portionsbeutel mit Instantkaffee, Rasierer, Zigaretten, Zahnbürsten, Aspirin Kondome und vieles mehr.
K – Kriminalität: Sehr gering. Geklaut wird in Griechenland recht selten. Dies ist ein großer Pluspunkt für Reisen nach Griechenland im Vergleich zu Spanien oder Italien. Jedoch sollte man sich sehr bei Drogen in Acht nehmen. Für einen Joint kann man nämlich mal ein paar Tage oder Wochen im Gefängnis landen, welche in Griechenland nicht zu den angenehmsten zählen. Es gibt eine spezielle Touristenpolizei. In deren Dienststellen spricht jeder Englisch und man findet auch meist einen Beamten, der Deutsch sprechen.
L – Landesflagge: Das gleichschenklige griechische Kreuz steht für die Orthodoxie. Die neun blauen und weißen stehen für die neun Silben des Schlachtrufs im Freiheitskampf: eleftheria i thanatos – Freiheit oder Tod.
M – Mücken: Ein Schutzmittel und gegebenenfalls ein Medikament sollte man schon im Gepäck haben.
N – Notruf: Landesweit für Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr: 112 // Bitte wenden!

Man sollte, falls nötig, aber lieber einen Einheimischen anrufen lassen, da dortige Fremdsprachenkenntnisse nicht vorausgesetzt werden können.
O – Öffnungszeiten: Einheitliche Öffnungszeiten gibt es in Griechenland eigentlich nicht, denn es gibt doch erhebliche Unterschiede zwischen Touristenzentrum und ländlichen Bereichen.
Grundsätzlich kann man feststellen, dass viele Geschäfte eine lange Mittagspause haben (zwischen 13:00 und 17:00 Uhr), dafür aber abends bis 20:00 Uhr - in Touristenzentren teilweise aber auch durchgehend von 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr - geöffnet haben.
Für viele Kleinigkeiten gibt es die zahlreichen Kioske (Periptero), die am frühen Morgen öffnen und häufig bis spät in die Nacht geöffnet haben. Hier bekommt man fast alles für den täglichen Bedarf - u.a. Zigaretten, Süßigkeiten, kühle Getränke, Aspirin und Shampoo.
P – Post: Sie ist oft recht langsam. Eine Postkarte oder ein Brief nach Deutschland kann zwischen 3 Tagen und 2 Wochen unterwegs sein. In ländlichen Regionen gibt es keine Briefträger. Man holt Briefe und Pakete bei der Post ab.
Die Stromspannung beträgt im Allgemeinen 220 Volt. Eventuell benötigte Adapter sind überall erhältlich.
S – Souvenirs: Beliebte und preiswerte Mitbringsel sind z.B. handgewebte Flokati-Teppiche, Stoffe und Leinen, Holzschnitzereien, Keramik, Nachbildungen alter Funde in allen Größen und Farben, Lederwaren sowie Gold- und Silberschmuck.
T – Trinkgelder werden natürlich erwartet und machen, wie überall auf der Welt, das Leben leichter. Bei gutem Service rundet man beim Bezahlen den Betrag nicht gleich nach oben auf, sondern wartet, bis der Kellner das Restgeld bringt und gibt ihm dann ca. 10% des Rechnungsbetrages als Trinkgeld zurück bzw. lässt es auf dem Tisch liegen.
In kleinen Tavernen in ländlichen Gegenden, ist häufig noch der "mikrós", der kleine Helfer zu finden, der das Besteck und die Getränke bringt. Er wird sich über ein Trinkgeld, das man ihm beim Verlassen des Restaurants zusteckt, besonders freuen. Meist ist dies nämlich seine einzige Einnahmequelle.
T – öffentliche Toiletten sind nicht häufig zu finden. Größere Busstationen haben eine öffentliche Toilette. Man kann einfach Toiletten von Bars, Restaurants oder Hotels benutzen. Das Toilettenpapier sollte man aber immer in einen kleinen Eimer neben der Toilette werfen und nicht in die Toilette, auch wenn die Vorstellung von benutztem Klopapier in Eimern für mich nicht besonders appetitlich ist. Aber wie meist alles andere hat auch dies seinen Zweck: denn die griechischen Abwasserrohre haben einen zu geringen Durchmesser und verstopfen, wenn man das Papier in die Toilette wirft.
W – Wasserversorgung: Hotels in Einzellage, vor allem auf den kleinen Inseln, sind oft nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen, sondern gewinnen ihr Wasser aus dem eigenen Brunnen. Weil in diese Brunnen manchmal Meerwasser eindringt, ist das Wasser zum Trinken nicht geeignet. Auch zum Duschen steht manchmal kein Süßwasser zur Verfügung. Aufgrund der geringen Niederschläge kann das Wasser im Sommer knapp werden und nur stundenweise zur Verfügung stehen. Kleine Hotels und Ferienhäuser gewinnen ihr warmes Wasser meistens aus Sonnenenergie. Dabei kann es vorkommen, dass die heiße Dusche manchmal eben nur lauwarm ist. Jeder Gast kann durch sein Verhalten einen Beitrag zu einem sparsamen Umgang mit diesem kostbaren Gut leisten.
Z – Zigaretten sind um einiges billiger als bei uns in Deutschland. Die Marken „Next“ und „Leader“ sind die billigsten (1,70€). Internationale Zigarettenmarken wie Marlboro kosten etwa 2,70 Euro pro Schachtel. Die Zigarettenpreise sollen in Griechenland jedoch bald wieder angehoben werden.

Quellen: - Dumont - Reiseführer Griechenland, Festland und Peloponnes
- Marco Polo - Reiseführer Griechenland, Festland
http://www.griechenland-infos.de
http://www.griechenland-insel.de/Hauptseiten/praktisches.htm
http://www.attika.de/Start.shtml?/service/a-z.htm


 

Neue Referate:
*Platon-Parodie bei Epikrates
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*Der Kanal
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*Praktisches´
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*Aristophanes: Ein Friedensfest
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